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Frank Eschrich

Über- und Unterangebote der Schulen ausgleichen

Seit vielen Jahren wird in Pirmasens und im Landkreis Südwestpfalz am tatsächlichen Bedarf vorbeigeplant

Linksfraktion Pirmasens: Die jeweilige „Schulbrille“ einmal ablegen

49 Schülerinnen und Schüler aus Pirmasens wollen eine Integrierte Gesamtschule besuchen, und werden abgewiesen. Drei Pirmasenser Gymnasien bieten einen neusprachlichen Bildungsweg an und konkurrieren sich gegenseitig die Schüler weg. Die Anmeldezahlen an den Realschulen Plus sind mäßig und wohl nur eine überlebensfähig. Eine Schulrochade wurde als Nebenprodukt des kommunalen Entschuldungsfonds in die Welt gesetzt und ist vorerst gescheitert – Ausgang ungewiss und die geplanten Schulumzüge in ferne Zukunft verschoben. Der Schulstandort Pirmasens im Jahr 2017 ist ein einziges Chaos.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Linksfraktion Pirmasens, Frank Eschrich: „Seit vielen Jahren wird in Pirmasens und im Landkreis Südwestpfalz am tatsächlichen Bedarf vorbeigeplant und eine Anti-Schulpolitik betrieben. Die einen geben Bestandsgarantien für die Pirmasenser Gymnasien ab, die anderen errichten Integrierte Gesamtschulen ohne Absprache und gemeinsame Planung. Die beteiligten Schulleiter tragen jeweils ihre Schulbrille und versuchen Vorteile für die eigene Schule herauszuschlagen. Je nach Sichtweise werden andere Schulformen für überflüssig erklärt und das eigene Schulangebot in den Mittelpunkt gerückt. Auch Markus Meier von der Mannlich-Realschule Plus bildet da keine Ausnahme. Gekümmert werden muss sich nicht um Schulformen, sondern um die, die darin unterrichtet werden sollen. Ihre Ziele, Wünsche und Bedürfnisse sind zu berücksichtigen, nicht die von Realschulen oder Gymnasien. Über- und Unterangebote gilt es sinnvoll auszugleichen, nicht sie zu zementieren. Es ist absurd, wenn jeden Tag Schülerkarawanen vom Landkreis in die Stadt und umgekehrt hin- und her pendeln müssen, nur weil sich die politischen und pädagogischen Protagonisten nicht einig sind und jeder seine speziellen Egoismen pflegt.

Schülerinnen und Schüler brauchen ein wohnortnahes und an ihren Vorstellungen und Bedürfnissen ausgerichtetes Schulangebot. Auch in dieser Hinsicht ist der Blick über den Tellerrand hinaus nicht nur sinnvoll, sondern zwingend. Integrierte Schulformen und Unterrichtsmethoden sind erfolgreich und werden angenommen, das gegliederte Schulsystem ist ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert und hat ausgedient. Die Entwicklung – und dabei sind andere europäische Länder längst Vorreiter – geht in Richtung eine Schule für Alle. Im Idealfall eine Gemeinschaftsschule bis Klasse 10 und Abschluss mittlere Reife und mit der daran anschließenden Wahlmöglichkeit, nach Klasse 12 die Fachholschulreife und nach Klasse 13 die Hochschulreife zu erlangen. Alles in einer Schule, alles unter einem Dach. Setzte man dieses einfache und zielführende System um, würden sich viele Probleme von selbst erledigen. Insbesondere die Schülerinnen und Schüler hätten damit tatsächlich gleiche Bildungschancen und bräuchten sich nicht mehr der sozialen Auslese oder dem Bildungsdünkel ihrer Eltern auszusetzen.“

Frank Eschrich, DIE LINKE Pirmasens



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