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Frank Eschrich

Schlag ins Gesicht der Sparkassenkunden

Sparkasse liegt mit ihrer Firmenpolitik völlig daneben

Linksfraktion Pirmasens: Kahlschlag bei den Öffnungszeiten trifft vor allem ältere Menschen

Genau wie bei der Ausdünnung des Pirmasenser Busliniennetzes durch die Stadtwerke setzt die Sparkasse Südwestpfalz auf den Abbau von Leistungen und Angeboten. Damit wollen die beiden öffentlich-rechtlichen Unternehmen Kosten sparen und konkurrenzfähiger werden. Im neoliberalen Duktus heißt dies bei den einen „Optimierung“ und bei den anderen „Anpassung“. Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger bedeuten die Kürzungen massive Einschnitte.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Linksfraktion Pirmasens, Frank Eschrich: „Öffentlich-rechtliche und kommunale Unternehmen tragen eine hohe Verantwortung für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Daseinsvorsorge und sind dazu gesetzlich verpflichtet. Der Kahlschlag bei den Öffnungszeiten der Sparkasse Südwestpfalz trifft vor allem ältere Menschen, die weniger mobil und auf persönliche Hilfestellung bei der Erledigung ihrer Bankgeschäfte angewiesen sind. Die meisten Seniorinnen und Senioren leben in einer analogen Welt, ihnen nutzen Internetangebote oder Automaten herzlich wenig. Gleichzeitig ist dies ein Schlag ins Gesicht aller Sparkassenkunden. Gerade für diejenigen, die trotz massiver Gebührenerhöhungen im letzten Jahr der Sparkasse die Treue gehalten haben und nun mit kürzeren Öffnungszeiten dafür bestraft werden. Zumal man die Gebührenerhöhungen auch damit begründete, auch in Zukunft kundenfreundlich und serviceorientiert tätig sein zu wollen.

Sowohl Stadtwerke als auch Sparkasse liegen mit ihrer Firmenpolitik völlig daneben. Mehr und zufriedenere Kunden bekommt man nicht durch Kürzungen des Angebots, sondern durch das genaue Gegenteil. Viele Kunden sind nur deshalb bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken, weil sie dort noch menschliche Ansprechpartner vorgefunden haben. Werden Filialen geschlossen und Öffnungszeiten gekürzt, sägen sich die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute den Ast ab, auf dem sie selbst sitzen. Mit Online-Banken und großen Privatbanken können sie eh nicht konkurrieren. Das ist auch gar nicht ihre Aufgabe. Sie sollen privaten Kleinkunden Bankgeschäfte ermöglichen und die lokale Wirtschaft mit günstigen Krediten versorgen. Von diesen Kernaufgaben haben sich Sparkassen und Genossenschaftsbanken immer weiter entfernt, müssen sich also nicht wundern, wenn sie an Bedeutung und Umsatz verlieren.

Darauf mit rein betriebswirtschaftlich gedachten Sparmaßnahmen zu reagieren ist kontraproduktiv und beschleunigt die Abwärtsspirale. Sowohl Stadtwerke als auch Sparkasse müssen ihre Angebote ausbauen und sie besser und attraktiver gestalten. Dies würde von den Bürgerinnen und Bürgern auch honoriert werden, von denen sie einst gegründet wurden.“

Frank Eschrich, Stadtratsfraktion DIE LINKE



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