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Brigitte Freihold, Stadtratsfraktion DIE LINKE

Brigitte Freihold

Keine weitere Verunsicherung von Eltern und Schülern

Politische Mehrheit im Stadtrat wird das Benehmen nicht herstellen

Linksfraktion Pirmasens: Pirmasenser Schulchaos nicht weiter anheizen

Im Jahr 2011 demonstrierten Schülerinnen und Schüler des Hugo-Ball Gymnasiums samt Lehrerschaft für den Erhalt ihres Schulstandorts am Fahrschen Wald. Der Stadtrat entschied 2012 mehrheitlich anders und leitete die sogenannte Schulrochade ein. Bis zum Schuljahr 2017/18 sollte das Hugo-Ball-Gymnasium an den Kirchberg umgezogen sein. Als Folge dieser politischen Entscheidung brachen die Anmeldungen am Hugo-Ball massiv ein. Schüler und Eltern waren zutiefst verunsichert. Heute, 5 Jahre später, sind die ursprünglichen Pläne der Schnee von gestern. Sowohl die Kosten, als auch die Zeitschiene der Schulumzugspläne sind völlig aus dem Ruder gelaufen. Geblieben ist die Unsicherheit, wie es mit dem Schulstandort Pirmasens weiter geht.

Dazu erklärt Brigitte Freihold, Stadtratsfraktion DIE LINKE: „Wie die politisch Verantwortlichen mit dem Willen von Schülern, Eltern und Lehrern umgehen, ist nicht erst seit der Schulrochade bekannt. Schon Jahre vorher artikulierten Eltern den dringenden Wunsch, eine Integrierte Gesamtschule in Pirmasens einzurichten. Auch daraus wurde nichts. Heute legt die Stadtverwaltung eine Beschlussvorlage vor, mit der sie das Benehmen zur Erweiterung des schulischen Angebots am Kant-Gymnasium unter zwei Bedingungen herstellen will, also einem neusprachlichen Zug am altsprachlichen Gymnasium grundsätzlich zustimmt. Es ist nicht bekannt, ob Frau Zinßius ihre Planungen vor der Antragstellung bei der ADD mit der Stadtverwaltung bzw. der Schulddezernentin abgesprochen und grünes Licht bekommen hat. In jedem Fall wäre es besser gewesen, den Schulträgerausschuss vor der Beantragung mit dem Thema zu befassen. Damit hätte die nun eingetretene Situation, dass aller Voraussicht nach eine politische Mehrheit im Stadtrat das Benehmen nicht herstellen wird, vielleicht abgewendet werden können und das Kant-Gymnasium hätte möglicherweise einen anderen Weg eingeschlagen. Peinlich ist dies insbesondere für die Schuldezernentin, die im Schulträgerausschuss nach ihrer Haltung gefragt wurde und die Beschlussvorlage bekräftigt hat. Letztendlich trifft die Entscheidung natürlich die ADD und braucht auf das Benehmen keine Rücksicht zu nehmen. Damit würden jedoch die berechtigten Bedenken der anderen Pirmasenser Gymnasien in den Wind geschlagen, was sicher nicht zu einer Entspannung der Situation beiträgt.

Auf der Sachebene wird die Linksfraktion Pirmasens bei ihrer Ablehnung der Beschlussvorlage bleiben. Der Gesetzgeber hat mit der Möglichkeit des Erwerbs des Latinums in Jahrgangsstufe 10 an allen Gymnasien den Konkurrenzkampf zwischen den Schulen verschärft und Fakten geschaffen, die man zwar bedauern kann, die aber durch einen Pirmasenser Sonderweg nicht korrigierbar sind. Damit würde das Pirmasenser Schulchaos nur weiter angeheizt und neue Unsicherheiten für Schüler, Eltern und Lehrer geschaffen. Von Pirmasenser Sonderwegen sollte man deshalb Abstand nehmen – nicht nur in der Schulentwicklung.“

Brigitte Freihold, Stadtratsfraktion DIE LINKE



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