Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen
Brigitte Freihold, Stadtratsfraktion DIE LINKE

Brigitte Freihold

Bisher kein Nachfolger für Real-Markt

Ob Kaufland tatsächlich einen zweiten Standort in Pirmasens eröffnen wird, ist eher unrealistisch

Linksfraktion Pirmasens: Mehr als zwei Drittel der ehemaligen Real-Beschäftigen noch ohne Job

Ende September 2016 war sich Oberbürgermeister Matheis sicher, dass bis Jahresende ein Nachfolger für den ab 10. September 2016 geschlossenen Real-Markt feststehen werde. Bis heute gibt es lediglich eine Bauvoranfrage der Besitzergesellschaft, die positiv beschieden worden sei. Einen Vollsortimenter als Nachfolger gibt es indes nicht. Immer wieder gehandelt für den Standort an der Zweibrücker Straße wurde Kaufland, obwohl Kaufland bereits einen Standort an der Pirmasenser Wiesenstraße betreibt.

Dazu erklärt Brigitte Freihold, Stadtratsfraktion DIE LINKE: „Trotz vollmundiger Ankündigungen ist bisher kein Nachfolger für den Real-Markt in Sicht. Eine Bauvoranfrage der Grundstückseigentümer sagt noch nichts darüber aus, ob an der Zweibrücker Straße tatsächlich investiert wird und ein neuer Vollsortimenter entsteht. Leidtragende sind in erster Linie die ehemaligen Real-Beschäftigten, von denen mehr als zwei Drittel immer noch keinen neuen Job gefunden haben. Lediglich etwa 15 ehemalige Real-Mitarbeiterinnen haben einen Arbeitsplatz gefunden, meistens in prekären Beschäftigungsverhältnissen auf Zeit und zu Mindestlohnbedingungen. Eine Betriebsübernahme innerhalb eines Jahres wird von Tag zu Tag unwahrscheinlicher und damit auch die Aussicht für die ehemaligen Beschäftigten, eine Anstellung zu halbwegs akzeptablen Bedingungen zu finden. Ungelöst bleibt auch weiterhin die Versorgunglücke für die Pirmasenser Nordstadt und das Einzugsgebiet im Landkreis. Die noch mobilen Bürgerinnen und Bürger werden sich andernorts orientiert haben, die weniger mobilen Mitbürger müssen schauen, wie sie zurechtkommen.

Ob Kaufland tatsächlich einen zweiten Standort in Pirmasens eröffnen wird, ist eher unrealistisch, auch wenn immer wieder das Gegenteil behauptet wird – meistens in Form von sogenannten Branchenkennern, die unerkannt bleiben wollen. Das alles bleibt reinste Spekulation, solange Kaufland keine klaren Aussagen trifft. Kaufland betreibt bundesweit 650 Filialen und dabei sind zwei Standorte in einer Mittelstadt die absolute Ausnahme. In Rheinland-Pfalz trifft dies nur auf Worms zu, wo tatsächlich zwei Kaufland-Filialen am Markt sind. Andererseits gibt es dafür in den kreisfreien Städten Mainz, Ludwigshafen, Koblenz, Neustadt, Landau und Zweibrücken überhaupt keine Kaufland-Filialen. Dass nun ausgerechnet in der Kaufkraftwüste Pirmasens ein zweiter Kaufland-Standort entstehen soll, erscheint nicht besonders logisch. Nach Aussage der Kaufland-Geschäftsführung wolle man in Mittelstädten expandieren. Damit dürften wohl eher Standorte gemeint sein, wo man noch nicht vertreten ist.“

Brigitte Freihold, Stadtratsfraktion DIE LINKE



Wider den Katzenjammer an den Tagen danach: Eine starke LINKE als Garant für eine menschlich-soziale Wende

Rede der Parteivorsitzenden Katja Kipping zum Politischen Aschermittwoch in Passau Weiterlesen