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Frank Eschrich

Auf dem Boden der Tatsachen angekommen

Die TU Kaiserslautern festgestellt, dass weder die baulichen, infrastrukturellen noch demographischen Voraussetzungen gegeben sind, um das Areal rund um die Matzenbergschule zu einem klassischen Altstadtviertel mit Kneipenszene zu entwickeln

Stadtratsfraktion DIE LINKE – PARTEI: Streit um Urheberschaft des „Altstadtviertels“ kann nun beigelegt werden

Heftige Debatten wurden im Stadtrat und in der Öffentlichkeit darüber geführt, welche Partei für sich in Anspruch nehmen kann, Urheber der Idee „Altstadtviertel“ bzw. „Kneipenviertel“ zu sein. Die einen kramten dafür Uraltwahlprogramme heraus, andere zitierten aus Protokollen längst vergangener Ratssitzungen. Nun haben Fachleute der TU Kaiserslautern das Areal rund um die Matzenbergschule untersucht und eher realitätsbezogene Konzepte vorgelegt.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Stadtratsfraktion DIE LINKE – PARTEI, Frank Eschrich: „Wie schön, dass dem erlauchten Kreis der Stadtführung die Ergebnisse einer vom Stadtrat in Auftrag gegebenen Studie präsentiert wurden. Wir gehen einmal davon aus, dass der Auftraggeber über diese Ergebnisse bei Gelegenheit auch mal informiert wird. Nach vorliegenden Presseinformationen hat die TU Kaiserslautern festgestellt, dass weder die baulichen, infrastrukturellen noch demographischen Voraussetzungen gegeben sind, um das Areal rund um die Matzenbergschule zu einem klassischen Altstadtviertel mit Kneipenszene zu entwickeln – ganz abgesehen von den Kosten, die dafür zu veranschlagen wären. Damit können die selbsternannten Stadtplaner auf den Boden der Tatsachen zurückkehren und den Streit um die Urheberschaft dieser Idee endgültig beilegen.

Die am Dienstag vorgestellten Planungen können freilich erst dann sachgemäß beurteilt werden, wenn sie dem Stadtrat zur Kenntnis gebracht werden. Wir werden einen besonderen Blick auf die durch die Studie aufgedeckten Missstände richten, konkrete Lösungsvorschläge unterbreiten und gehen davon aus, dass die finanziellen und personellen Ressourcen der Stadtverwaltung alleine damit erschöpft sein werden. Wer selbst die Errichtung einer bescheidenen Gastronomie im Strecktal für undurchführbar und utopisch hält, sollte zukünftig vorsichtiger sein, welche Erwartungen man mit Wunschvorstellungen über die Neugestaltung ganzer Stadtviertel weckt und die zwangsläufig in Enttäuschung und Politikverdrossenheit münden.“

Frank Eschrich, Vorsitzender Stadtratsfraktion DIE LINKE – PARTEI